Wöchentliche Solar-News: Was sich für Heimsolar in Deutschland, UK und Italien ändert (Woche vom 21. Juli 2026)

Willkommen zurück bei den wöchentlichen Solar-News - Ihrem freundlichen Montagmorgen-Überblick über das, was sich für Heimsolar in Deutschland, Großbritannien und Italien tut. Kein Fachjargon, kein Verkaufsgespräch - nur die wichtigsten Dinge, die Sie diese Woche wissen sollten, wenn Sie über eine Photovoltaikanlage oder einen Speicher für Ihr Dach nachdenken.
Deutschland: Eine Einspeisevergütungskürzung kommt - und dahinter steckt eine größere Frage
Wer in Deutschland lebt, sollte zwei Daten im Blick behalten. Die Einspeisevergütung sinkt nach einem festen Zeitplan, und die Sätze für neue Anlagen fallen alle sechs Monate um etwa 1 %, mit Stichtagen am 1. Februar und 1. August[1]. Für eine Anlage, die hauptsächlich überschüssigen Strom ins Netz einspeist, liegt der Satz 2026 bei 7,78 Cent pro kWh[2]. Eine Anlage, die vor dem 1. August in Betrieb genommen wird, sichert sich also einen etwas höheren Satz als eine, die danach ans Netz geht.
Die eigentlich größere Geschichte ist, was 2027 passieren könnte. Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Vorschlag eingebracht, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Dachanlagen bis 25 kWp ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen[3]. Es handelt sich noch um einen Referentenentwurf, der sich durch das parlamentarische Verfahren arbeitet - kein abschließendes Gesetz, und die endgültige Fassung kann noch anders aussehen. Die Begründung lautet, dass Module inzwischen so günstig geworden sind, dass sich viele Heimanlagen allein durch Eigenverbrauch rechnen - wer aber die Planungssicherheit einer garantierten Einspeisevergütung schätzt, sollte wissen, dass sich die Regeln ändern könnten.
Hier die beruhigende Nachricht: Wer seine Anlage bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt und im Marktstammdatenregister registriert, sichert sich seinen Vergütungssatz für 20 Jahre[2], und Bestandsanlagen behalten ihren Satz unabhängig davon, was das neue Gesetz vorsieht. Kein Grund zur Panik - aber ein Aspekt, den man beim Timing berücksichtigen sollte.
Vereinigtes Königreich: Die Energiepreise stiegen am 1. Juli - was Ihre eigene Solaranlage still und leise wertvoller macht
Die wichtigste Zahl: Die Ofgem-Preisobergrenze stieg am 1. Juli 2026 auf rund 1.862 £ pro Jahr für einen typischen Haushalt - ein Anstieg von etwa 13 %[4]. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst erzeugen und verbrauchen, ist eine Kilowattstunde, die Sie nicht mehr zu diesem höheren Preis kaufen müssen. Der Wert selbst erzeugten Solarstroms ist also gestiegen, ohne dass Sie irgendetwas dafür getan haben.
Auf der Exportseite wird die Smart Export Guarantee (SEG) von jedem Anbieter individuell festgelegt - es gibt keine Obergrenze, und die Tarife variieren erheblich. Zu den attraktivsten Angeboten dieses Monats zählen Octopus Intelligent Flux mit bis zu rund 32 Pence pro kWh in Spitzen-Exportfenstern (bei vorhandenem Speicher) sowie Good Energy mit etwa 25 Pence pro kWh ohne Speicherpflicht[5]. Das ist ein guter Anlass, den eigenen Exporttarif zu prüfen - einige sind deutlich gesunken, so hat British Gas seinen SEG-Satz von 15,1 Pence auf 8 Pence gesenkt[6]. Der Anbieter, an den Sie einspeisen, macht also wirklich einen Unterschied.
Italien: Die Förderungen für 2026 sind bestätigt - und großzügig
Gute Nachrichten für italienische Hausbesitzer: Das Haushaltsgesetz hat die wichtigsten Fördermaßnahmen für 2026 bestätigt, anstatt sie zu kürzen. Das zentrale Instrument ist der IRPEF-Steuerabzug: 50 % der Kosten für das Hauptwohnsitz und 36 % für eine Zweitwohnung, berechnet auf Ausgaben bis zu 96.000 € und über zehn Jahre verteilt über die Steuererklärung zurückgezahlt[7].
Wer finanziell weniger gut aufgestellt ist, kann über das Reddito Energetico Nazionale eine kleine Heimanlage bis 6 kW kostenlos erhalten - für Haushalte mit einem ISEE unter 15.000 € (bzw. 30.000 € für Familien mit mindestens vier unterhaltsberechtigten Kindern)[8]. Wer lieber eine Anlage gemeinsam mit Nachbarn betreiben möchte, kann über eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (Comunità Energetica Rinnovabile, CER) Zuschüsse von bis zu 40 % der Installationskosten erhalten[9]. Italien hat ohnehin eine der kürzesten Amortisationszeiten in Europa - und diese Förderungen sind ein wesentlicher Grund dafür.
Das eine Muster, das alle drei Länder verbindet
In allen drei Ländern zeigt sich diese Woche dasselbe Bild: Strom ins Netz einzuspeisen wird weniger attraktiv, während der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom immer wertvoller wird. Das verschiebt die kluge Entscheidung hin zu einer Anlage, die auf den tatsächlichen Tagesverbrauch ausgelegt ist - und zur Frage, ob ein Speicher hilft, mehr vom selbst erzeugten Strom zu nutzen.
Die ehrliche Antwort hängt immer von Ihrem Dach, Ihren Stromkosten und Ihren Gewohnheiten ab. Wenn Sie statt nationaler Durchschnittswerte konkrete Zahlen für Ihr eigenes Zuhause sehen möchten, probieren Sie den kostenlosen Solar-Dachplaner - zeichnen Sie Ihr Dach auf einer Satellitenkarte nach und erhalten Sie in wenigen Minuten eine Schätzung zu Modulanzahl, Anlagengröße, Jahresertrag, Einsparungen und Amortisationszeit. Keine Anmeldung, kein Druck. Bis nächste Woche.
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