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Solar-Wochenrückblick: Was sich für Heimsolar in Deutschland, Großbritannien und Italien ändert

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Willkommen beim Solar-Wochenrückblick - einem kurzen, unkomplizierten Überblick über die Energienachrichten, die wirklich relevant sind, wenn Sie über eine Solaranlage auf dem eigenen Dach nachdenken. Diese Woche gibt es in allen drei unserer Märkte echte Bewegung. Hier erfahren Sie, was sich geändert hat und was das für Sie als Hauseigentümer bedeutet.

Deutschland: 2026 ist ein guter Zeitpunkt, um die heutigen Sätze zu sichern

Wenn Sie in Deutschland über Solarenergie nachdenken, lohnt sich ein Blick auf das Timing. Aktuell erhält eine Dachanlage bis 10 kW, die ihren Überschuss einspeist, eine Einspeisevergütung von rund 7,86 Cent pro kWh - oder etwa 12,47 Cent pro kWh bei Volleinspeisung[1]. Diese Sätze sinken jeweils im Februar und August um 1 %, driften also behutsam nach unten.

Die größere Neuigkeit liegt etwas weiter in der Zukunft. Nach dem aktuellen Entwurf der EEG-Reform könnten neue PV-Anlagen ab 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten - stattdessen würden Betreiber ihren Strom zu Marktpreisen verkaufen. Die praktische Schlussfolgerung ist jedoch beruhigend: Eine 2026 in Betrieb genommene Anlage sichert sich den heutigen Garantiesatz für die vollen 20 Jahre. Das ist ein handfester Grund, die Entscheidung nicht weiter aufzuschieben.

Eine weitere aktuelle Änderung sollten Sie kennen: Im Rahmen des Solarspitzengesetzes erhalten Anlagen mit mehr als 2 kW in Stunden, in denen die Börsenstrompreise negativ sind, keine Vergütung mehr[2]. Wenn Ihre Anlage über einen intelligenten Stromzähler verfügt, werden diese ausgefallenen Stunden einfach an das Ende Ihrer 20-jährigen Förderperiode angehängt - Sie verlieren also unterm Strich nichts.

Großbritannien: Rechnungen steigen, und Exporttarife lohnen den Vergleich

Britische Haushalte spüren erneut den Druck: Der Preisdeckel für Juli 2026 stieg auf 1.862 £ pro Jahr - ein Anstieg von 221 £ oder rund 13,5 %. Höhere Importpreise schmerzen - aber sie machen gleichzeitig die eigene Solarstromerzeugung und die Vergütungen für eingespeisten Überschuss wertvoller denn je.

Die Unterschiede zwischen den Exportangeboten sind derzeit enorm, ein Vergleich lohnt sich also. Zu den attraktivsten Smart Export Guarantee (SEG)-Angeboten zählen Good Energy mit 25 Pence/kWh als Festpreis ohne Batterievorgabe sowie das Export-Exklusivtarif von EDF mit 24 Pence/kWh. Haushalte mit Batteriespeicher können noch weiter gehen - Octopus Intelligent Flux zahlt in Spitzen-Exportfenstern bis zu rund 32 Pence/kWh. British Gas hingegen senkt seinen SEG-Satz für größere Anlagen von 15,1 Pence auf 8 Pence[4] - eine Erinnerung daran, dass sich nicht alle Tarife zu Ihren Gunsten entwickeln.

Zwei grundlegende Voraussetzungen haben sich nicht geändert: Für SEG-Zahlungen muss Ihre Anlage MCS-zertifiziert sein, und Sie benötigen praktisch einen SMETS2-Smartmeter. Ohne Smartmeter kein Exporterlös.

Italien: Die wichtigsten Steuerabzüge bleiben, aber eine Tür hat sich geschlossen

Gute Nachrichten für italienische Hauseigentümer: Das Haushaltsgesetz 2026 hat den bekannten Steuerabzug für Renovierungsmaßnahmen verlängert. Sie können 50 % der Kosten für eine Solaranlage am Hauptwohnsitz oder 36 % für ein Zweitwohnsitz geltend machen - bei einer Ausgabenobergrenze von 96.000 € pro Immobilie[7], aufgeteilt in gleiche Raten über 10 Jahre. Für private PV-Anlagen gilt zudem weiterhin der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 10 %.

Zu beachten ist, dass der Förderfonds "Reddito Energetico" - der auf einkommensschwache Haushalte ausgerichtet war - Ende 2025 ausgelaufen ist und für 2026 kein neues Antragsfenster geöffnet wurde[8]. Da der Steuerabzug mit der Einkommensteuer (IRPEF) verrechnet wird, sollten Sie prüfen, ob Ihre IRPEF-Schuld hoch genug ist, um die Raten tatsächlich vollständig aufzunehmen, bevor Sie mit dem vollen 50-%-Abzug rechnen.

Was das für Sie bedeutet

In allen drei Ländern gilt dasselbe Grundprinzip: Strom ist teuer, die Rahmenbedingungen belohnen Hauseigentümer, die ihren eigenen Strom erzeugen - und die Details entscheiden: Ihr Dach, Ihre Rechnung, Ihr Verbrauch. Die Durchschnittswerte aus den Schlagzeilen sind nur ein Ausgangspunkt.

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