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Lohnt sich Solar? Der verständliche Ratgeber zur Amortisation

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Solarmodule waren noch nie so günstig wie heute - und trotzdem stellen sich Hausbesitzer immer dieselbe Frage: Rechnen sie sich wirklich? Die ehrliche Antwort lautet ja - aber der Zeitraum hängt von einer Handvoll Zahlen ab, die spezifisch für Ihr Zuhause sind, nicht vom nationalen Durchschnitt. Dieser Ratgeber geht jeden dieser Punkte durch - verständlich und ohne Verkaufsgespräch.


Die Grundrechnung: Drei Geldflüsse

Stellen Sie sich die Solaramortisation als drei Geldströme vor, die alle gleichzeitig für Sie arbeiten.

1. Strom, den Sie nicht kaufen müssen Jede Kilowattstunde (kWh), die Ihre Module erzeugen und Sie direkt verbrauchen, spart Ihnen den vollen Einzelhandelspreis für Netzstrom. In Deutschland sind das derzeit rund €0,30-0,38 pro kWh; in Großbritannien etwa 24-27 Pence pro kWh. Das sind die Ersparnisse, die den größten Beitrag leisten.

2. Einspeise- und Exportvergütungen Jeder Strom, den Ihre Module erzeugen und den Sie nicht selbst verbrauchen, fließt ins Netz zurück - und Sie werden dafür vergütet, allerdings zu einem deutlich niedrigeren Satz. In Deutschland beträgt die EEG-Einspeisevergütung für eine typische Wohnanlage (bis 10 kWp, Teileinspeisung) derzeit rund €0,078 pro kWh, für 20 Jahre festgeschrieben. In Großbritannien wurde das alte Feed-in-Tariff-Programm 2019 für Neuanträge geschlossen und durch die Smart Export Guarantee (SEG) ersetzt; Energieversorger bieten SEG-Exporttarife von etwa 4 Pence bis über 20 Pence pro kWh an, je nach Anbieter und gewähltem Tarif.

3. Die Anfangskosten, die Sie amortisieren Diese Summe teilen Sie durch Ihre jährlichen Ersparnisse, um Ihre Amortisationszeit zu ermitteln. In Deutschland kostet ein 5-kWp-System im Jahr 2026 im Durchschnitt rund €7.600 (Spanne: €5.300-€9.500), ein 10-kWp-System rund €13.300 (Spanne: €10.300-€18.500) - und seit 2023 gilt für Wohngebäude-Solaranlagen in Deutschland ein Mehrwertsteuersatz von 0 %. In Großbritannien werden die Installationskosten für 4-10-kWp-Systeme im Jahr 2026 auf £1.400 bis £1.600 pro kWp geschätzt, sodass eine typische 4-kWp-Anlage bei rund £5.600-£6.400 liegt.

lightbulb Tip

Die goldene Regel der Solarersparnis: Eine Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, ist 3–5× mehr wert als eine, die Sie ins Netz einspeisen. Eigenverbrauch ist der eigentliche Schlüssel zum Sparen.


Wie viel Strom erzeugt mein Dach tatsächlich?

Hier spielt der Standort eine entscheidende Rolle. In Deutschland erzeugen PV-Anlagen typischerweise rund 950-1.050 kWh pro kWp und Jahr im Norden (Niedersachsen, Schleswig-Holstein) und 1.050-1.150 kWh pro kWp und Jahr im Osten und Süden (Bayern, Baden-Württemberg). Großbritannien liegt in einem ähnlichen Bereich - Südengland kommt auf etwa 1.000-1.100 kWh/kWp, Schottland etwas weniger.

Ein 4-kWp-System auf einem nach Süden ausgerichteten Dach in Süddeutschland oder Südengland erzeugt also rund 4.000-4.600 kWh pro Jahr - genug, um einen erheblichen Teil des jährlichen Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts zu decken.

Die Dachausrichtung spielt ebenfalls eine Rolle, aber weniger als viele befürchten. Ost- und westausgerichtete Dächer liefern immer noch rund 80-85 % des Ertrags einer Südausrichtung und verteilen die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag - was für Haushalte, die morgens und abends Strom verbrauchen, sogar vorteilhaft sein kann.


Ein Rechenbeispiel

Setzen wir einige reale Zahlen für ein typisches 4-kWp-System zusammen.

Grobe Amortisationsübersicht — 4-kWp-Anlage
ItemGermany (ballpark)UK (ballpark)
System cost (installed)~€8,000~£6,000
Annual generation~4,200 kWh~3,800 kWh
Self-consumed (40%)~1,680 kWh~1,520 kWh
Savings from self-use (at ~€0.34 / 25p)~€570/yr~£380/yr
Export income (60% exported, ~€0.08 / 6p)~€200/yr~£140/yr
Total annual benefit~€770/yr~£520/yr
Estimated payback~10–11 years~11–12 years

Dies sind konservative Schätzungen, die von einem Eigenverbrauchsanteil von nur 40 % ausgehen - ein typischer Wert für einen Haushalt, in dem die meisten Bewohner tagsüber außer Haus sind. Verlagern Sie einige Geräte in die Tagesstunden, verbessern sich die Zahlen spürbar.


Die zwei wichtigsten Stellschrauben

1. Mehr eigenen Solarstrom tagsüber verbrauchen

Haushalte, die mehr Strom tagsüber verbrauchen oder über einen Heimspeicher verfügen, erreichen die Amortisation in 6-7 Jahren, während Haushalte mit geringem Eigenverbrauch im Schnitt 8-9 Jahre benötigen. Der Unterschied zwischen 40 % und 75 % Eigenverbrauch bei einem 10-kWp-System in Deutschland beträgt rund €800 pro Jahr an zusätzlichen Ersparnissen - das entspricht etwa 1,5-2 Jahren weniger Amortisationszeit.

Praktische Möglichkeiten, den Verbrauch in die Sonnenstunden zu verlagern:

  • Geschirrspüler und Waschmaschine tagsüber laufen lassen
  • Warmwasserspeicher (falls vorhanden) so einstellen, dass er zwischen 10 und 15 Uhr heizt
  • Ein Elektroauto tagsüber zu Hause laden
  • Eine Zeitschaltuhr an stromintensiven Geräten verwenden

2. Einen Heimspeicher hinzufügen - aber mit realistischen Erwartungen

Ein Heimspeicher speichert überschüssigen Solarstrom, der mittags erzeugt wird, und ermöglicht es Ihnen, ihn abends zu nutzen - der Eigenverbrauchsanteil steigt dadurch von rund 30-40 % auf 60-80 %. Das ist ein echter Mehrwert. Der ehrliche Kompromiss: Der Speicher erhöht die Anfangskosten.

Ein 5-10-kWh-Speicher kostet in Europa inklusive Installation typischerweise €5.000-€12.000, und die Ergänzung eines Heimspeichers verlängert die Gesamtamortisationszeit in der Regel um 2-4 Jahre, da die Mehrkosten die schnelleren Ersparnisse - zumindest in den ersten Jahren - überwiegen. Über die gesamte Lebensdauer von 25 Jahren lohnt sich ein Speicher finanziell in der Regel für Haushalte mit hohem Abendverbrauch, zeitvariablen Tarifen oder einem Elektroauto, das nachts geladen werden soll.

info Note

Batterie-Schnellcheck: Wer tagsüber ohnehin meist zu Hause ist, profitiert weniger von einer Batterie als ein Haushalt, der den ganzen Tag außer Haus ist. Der Solar Roof Planner enthält einen Batterie-Schnellcheck, mit dem Sie sehen können, ob ein Speicher zu Ihrem Nutzungsverhalten passt.


Was ist eine realistische Amortisationszeit?

Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien liegt die durchschnittliche Amortisationszeit für Wohngebäude-Solaranlagen im Jahr 2026 bei 8-12 Jahren, basierend auf Daten aus mehreren Branchenquellen. Innerhalb dieser Spanne gilt:

  • Schnelles Ende (7-9 Jahre): Südausrichtung, hoher Tagesverbrauch, südliche Lage, günstiges Installationsangebot
  • Mittleres Ende (9-11 Jahre): Gemischte Ausrichtung, durchschnittlicher Tagesverbrauch, mittlere Installationskosten
  • Langsames Ende (11-13 Jahre): Nordausrichtung oder stark verschattetes Dach, geringer Tagesverbrauch, hochpreisiges System

Nach der Amortisation gilt: Die meisten Solarmodule haben eine 25-jährige Leistungsgarantie und halten 30 Jahre oder länger - selbst bei einer Amortisationszeit von 10 Jahren bleiben Ihnen also 15-20 Jahre mit sehr günstigen Stromkosten. Über eine Lebensdauer von 25 Jahren könnte eine gut platzierte Anlage in Großbritannien in heutigem Geldwert £25.000-£30.000 einsparen.


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Die oben genannten Richtwerte sind ein nützlicher Ausgangspunkt, aber Ihr Dach ist einzigartig. Der Neigungswinkel, die Verschattung durch den Baum des Nachbarn, Ihre tatsächliche Stromrechnung, ob Sie im Homeoffice arbeiten - all das verändert die Zahlen.

Zeichnen Sie Ihr Dach auf einer Satellitenkarte ein, geben Sie einige Details an und erhalten Sie eine persönliche Schätzung zu Modulanzahl, Jahresertrag, Einsparungen, Amortisationsdauer und einem Batterie-Schnellcheck – völlig kostenlos, ohne Registrierung.

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Häufig gestellte Fragen

help_outlineFunktionieren Solarmodule auch an bewölkten Tagen?expand_more

Ja – Module erzeugen Strom aus Tageslicht, nicht aus direkter Sonneneinstrahlung. An bedeckten Tagen ist der Ertrag geringer (etwa 10–25 % des Spitzenwerts), aber Deutschland und das UK erhalten jährlich genug Sonnenstunden, damit sich Solar finanziell lohnt, wie die oben genannten Amortisationszahlen zeigen.

help_outlineWas passiert mit dem Strom, den ich weder selbst verbrauche noch einspeise?expand_more

Nichts geht verloren – Ihr Wechselrichter gleicht automatisch aus, was die Module erzeugen und was Ihr Haushalt gerade verbraucht. Überschüssiger Strom fließt ins Netz (und bringt Ihnen eine Einspeisevergütung); ein etwaiges Defizit wird wie gewohnt aus dem Netz gedeckt.

help_outlineIst eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche unbedingt erforderlich?expand_more

Sie liefert den besten Ertrag, aber auch ost- oder westausgerichtete Dächer erreichen noch etwa 80–85 % des Jahresertrags einer südausgerichteten Anlage. Ein guter Installateur wird Ihr spezifisches Dach vor der Angebotserstellung modellieren.

help_outlineSteigern Solarmodule den Wert meiner Immobilie?expand_more

Belege aus dem UK deuten darauf hin, dass solar ausgestattete Häuser einen Aufpreis erzielen und bessere EPC-Bewertungen erreichen können, was für Hypothekengeber und künftige Käufer relevant ist. Der Effekt variiert je nach Lage und Marktbedingungen.

help_outlineWoher weiß ich, welche Anlagengröße ich benötige?expand_more

Als grobe Faustregel gilt: Die Anlagengröße (in kWp) sollte etwa 80–100 % Ihres jährlichen Stromverbrauchs geteilt durch den erwarteten Ertrag pro kWp entsprechen. Der Solar Roof Planner berechnet dies automatisch, sobald Sie Ihr Dach eingezeichnet und Ihren Jahresverbrauch eingegeben haben.